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Wer bist du und wie viele – „fluide Personas“ als Werkzeug zur Identifikation von Nutzereigenschaften

Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Kundengewinnung und nachhaltigen Bindung ist Wissen. Wissen um die Bedürfnisse meiner Zielgruppe. Wissen um die Merkmale, die jeden einzelnen Nutzer auszeichnen und als Kunden einzigartig machen. Erst dieses Wissen erlaubt es mir, meine Zielgruppe richtig zu verstehen und zu adressieren. Um allerdings an dieses Wissen zu gelangen, gilt es einige Herausforderungen zu überwinden.

Die Nutzung klassischer „Buyer Personas“ als stereotypisches Extrakt aus den vielen Datenquellen, die mir zur Verfügung stehen, hilft mir zumindest bei der Eingrenzung und Fokussierung meiner vermeintlichen Zielgruppe. Als umfassendes Mittel zur Kundenidentifikation ist dieser Ansatz jedoch allein nicht ausreichend. Zu groß sind in Zeiten immer weiter anwachsender Datenmengen die Unterschiede zwischen den klassisch erstellten Repräsentanten meiner Kunden und ihren realen Vorbildern. Wie soll ich nun aus einem großen Pool multidimensionaler Daten aus Tracking, Produktkatalogen und anderen Datenquellen das Wissen extrahieren, das ich brauche?

Um die Frage beantworten zu können, wird es Zeit, einen dynamischeren Plan zu verfolgen. Das bedeutet, ich identifiziere meine Nutzer nicht mehr nur anhand statischer, grobschlächtiger Daten, sondern begleite sie direkt und individuell auf ihrer User Journey. Und zwar nicht nur zu einem bestimmten Zeitpunkt, sondern über die Zeit hinweg. Denn nur so bin ich in der Lage, Veränderungen ihrer Eigenschaften zu entdecken und darauf angemessen zu reagieren.

Alles im Flow – Wie aus meiner Buyer Persona eine „fluide“ wird

Klassischerweise nehme ich als Marketer und Shop-Besitzer eine Top-Down-Betrachtung auf meine Daten ein. Ich schaue von oben auf meine Kunden, ziehe Marktforschungsdaten heran und versuche aus der Vogelperspektive verallgemeinerbare Muster zu erkennen, die ich auf meine Buyer-Persona transferiere. Das schließt auch demografische Daten über meine Kunden wie Wohnort, Alter oder Geschlecht mit ein.

Dabei muss ich mir darüber bewusst sein, dass das abstrakte Abbild meiner selbst konstruierten und interpretierten „Buyer-Persona“-Realität nicht unbedingt dem realen Setting derjenigen Nutzer entspricht, die ein Interesse daran haben, meine Produkte zu kaufen. Über diese Nutzer wiederum habe ich aber zu wenige Informationen, um sie konkret identifizieren oder gar ansprechen zu können. Doch wie kann man dieses Dilemma durchbrechen? Indem ich meine Betrachtungsperspektive ändere.

Ich nehme also einen „Bottom-up“-Blickwinkel ein, sehe mir also JEDEN EINZELNEN Nutzer an, der zum Stöbern oder aus anderen Gründen bei mir vorbeikommt – und habe plötzlich eine neue Welt an Informationen vor mir. Eine Welt, die zu komplex ist, um sie aus menschlicher Perspektive zu erfassen, die gleichzeitig umfänglich, lückenhaft und inkonsistent ist, einen erdrückenden Detailgrad besitzt, ohne dass ein roter Faden identifiziert werden kann. Und es ist eine Welt, die sich mit einer enormen Geschwindigkeit in einer nicht handhabbaren Frequenz ändern kann. Sprich: das totale Chaos. Die Lösung liegt nahe – ich benötige eine Maschine, die in der Lage ist, die hohe Dynamik der Daten just-in-time zu erfassen und auch deren Wandelbarkeit über einen Zeitraum hinweg abzubilden.

Mit unserer Predictive Analytics-Plattform epicAi sind wir in der Lage, künstliche Intelligenz zu nutzen und so „fluide Personas“ zu generieren. Mit all den Zusatzinformationen über meine „Nicht-Kunden“ lässt sich endlich ein „fluides“ Bild des Nutzerverhaltens zeichnen und die entscheidende Frage beantworten: Wer sind meine Personas tatsächlich, was sind ihre Interessen und, abgeleitet daraus, wie kann ich über ein spezifisches Targeting oder Cross-Selling-Angebot dynamisch auf sie reagieren?

Demografische Daten, wie Wohnort, Alter oder Geschlecht sind für dieses Konzept unerheblich und liefern bei der Entstehung der Interessenbekundungen keine zusätzlich notwendige Information. Daher müssen sie nicht zusätzlich erhoben werden. Alles, was wir brauchen, sind reale Verhaltensdaten.

Fluide Personas als Abbilder der Realität

Anstelle von festen, willkürlich festgelegten „Kunden-Darstellern“ kann man sich fluide Personas als dynamische, umstands- bzw. situationsbezogene „Interessenprofile“ oder „Eigenschaftstypen“ vorstellen. Sie beinhalten die tatsächlichen Interessen und Eigenschaften meiner Nutzer und „wachsen“ bzw. verändern sich entsprechend des Verhaltens meiner Nutzer über die Zeit.

Durch die automatisierte, vorurteils- und wertungsfreie Betrachtung meiner Daten durch fluide Personas innerhalb von epicAi erhalte ich einen unverstellten und objektiven Blick auf meine Nutzer und potentiellen Kunden, auf die ich meine entsprechenden Maßnahmen aufsetzen kann. Die Basis des Bildes, das sich dabei von den Menschen ergibt, die meine Seite bzw. meinen Shop täglich besuchen, sind dabei die Verhaltensdaten ALLER Nutzer (unabhängig ob Kunde oder Nicht-Kunde), die mit individuellen Zugriffen abgeglichen und verfeinert werden.

Fluide Personas ermöglichen es mir als Webseiten- oder Shop-Betreiber bzw. als Marketing- & Sales-Verantwortlicher nicht nur, meine Zielgruppe endlich vollumfänglich und multidimensional zu erfassen. Meine „Insights“ sind darüber hinaus rein objektiv, datenbasiert und durch mathematisch-maschinelle Verarbeitung auch völlig wertungsfrei.

Damit zeigen mir fluide Personas tatsächlich das an, was viele andere Konzepte versprechen, aber nicht liefern können: Was meinen Kunden wirklich wichtig ist. Erfahren Sie mehr darüber, wie epicAi Ihnen mit künstlicher Intelligenz helfen kann, Ihre Nutzer auf eine völlig neue Art und Weise kennen zu lernen: ai.epic-insights.com

 

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